
Filmografie
| MOHR
OF MEMMINGEN
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Autor. Nach einem Roman von Utz Benkel. Theaterstück, Landestheater
Schwaben in Memmingen. Inszenierung: Patrick Schimanski. Mit Peter von Fontano, Anke Fonferek und Jochen Ganser. |
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Im mittlerweile der Abrißbirne zum Opfer
gefallenen Gasthaus zum Mohren in Memmingen spielt das Stück. Er war
jahrelang das zugegebenermaßen etwas heruntergekommene Wohnzimmer als
Alternativszene. Aber auch viele andere, die nicht unbedingt zu ihr
gehörten, gingen gerne dorthin. Der Mohr hatte, wie man so schön sagt,
den Blues. Das kann man sehr wörtlich nehmen, denn die Abende mit
Livemusik, bei denen Mac zur Gitarre griff, waren legendär. Und dann
war da noch die Gerti, die Wirtin, die nach seinem frühen Tod den Laden
schmiß, bis auch sie, die schon viel einstecken mußte, wieder aus der
Lebenskurve fuhr und das Gasthaus aufgeben mußte.
So mancher Besucher des Theaterstückes "Mohr of Memmingen" wird sich an alte Zeiten erinnern. So mancher wird das eine oder andere vermissen oder gar falsch dargestellt empfinden. Utz Benkel hat in seinem Buch "Mohr of Memmingen" seine Wirklichkeit dargestellt. Daraus ist nun ein Theaterstück entstanden und dieses ist wieder etwas anderes und auch mehr, denn es verengt Handlungen auf wenige Personen, es betrachtet aus großen zeitlichen Abstand und es will einen neuen Blick von außen versuchen. Und was damals noch neu und unüberschaubar war, muß sich heute einfügen in Erinnerung und in Bewertung: Text: Landestheater Schwaben |
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Das Buch zum Theater:
"Mohr of
Memmingen", Roman, |
Der "Mohr of Memmingen" ist das differenzierte Porträt einer Gruppe junger Revoluzzer, die um 1980 in einer Kleinstadt im Allgäu den Aufstand proben. Aufgewachsen in der Wirtschaftswunderzeit und mit dem Lebensziel "Leistung" vor Augen, materiell versorgt, aber emotional zu kurz gekommen, finden Sie sich vereint in ihrem Idealismus und im Protest gegen das Establishment. Authentisch sind die Personen, authentisch ist die Geschichte, die Utz Benkel, als einer der Dabei gewesenen aufgezeichnet hat. Sein Anliegen ist, die Zeit der letzten bundesrepublikanischen Jugendrevolte hautnah zu dokumentieren als das, was sie war: historisch bedeutsam in der Folge der 68er-Generation. Text: Birgit Göbel |
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